Depression

Eine Selbsterfahrung

Ich möchte mich hier gar nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, sondern nur von meiner Erfahrung berichten. Diese Volkskrankheit Nummer 1 hat viele Gesichter. Ärzte schwören auf Tabletten, das ist sicher auch in vielen Fällen gut und richtig. Ich möchte nur gern eine andere Seite beleuchten und einen zweiten Ansatz beschreiben, der parallel helfen kann.

Ich hatte einige Monate Depressionen. Für mich war das Schlimmste, nichts mehr fühlen zu können. Das irritierte mich sehr, denn ich bin ein empfindungsreicher Mensch. Dazu kam diese Antriebslosigkeit, Lustlosigkeit und Erschöpfung. Wie ein langer Tunnel ohne Licht war ein Tag wie der andere. Doch ich hatte lichte Momente – und zwar meist dann, wenn ich eine Weile aufschrieb, wie es mir ging, mir alles von der Seele schrieb. Es gibt nicht umsonst Schreibtherapie. Ich halte sie für sehr sinnvoll, um unbewusstes ans Licht zu holen. Beim Schreiben war es, als könnte ich mich von oben betrachten und während die eine Stimme sagte: „Es ist alles sinnlos“ war da diese andere leise Stimme, die sagte: „Hier stimmt etwas nicht. Das bist nicht du. Das ist etwas Altes in dir.“ In solchen lichten Momenten fing ich an zu recherchieren. Ein andermal malte ich einfach dieses schwarze Loch, ich machte Musik, ich schrieb, ich las. Ich versuchte, einen Ausdruck aus meiner Seele zu finden, für das, was einfach nur Dunkel in mir war. Dann fing ich an, ganzheitlich zu suchen. Hatte mein Körper ein Defizit? Dabei stieß ich auf wichtige Zusammenhänge zwischen Fehlernährung und Depression. Zu wenig Serotonin und Dopamin begünstigen Depressionen. Dem kann durch Vitamin B Komplex entgegen gesteuert werden. Dabei stieß ich wiederum auf interessante Forschungen, was eine schlechte Ernährung mit unserem Gehirn macht und wie wichtig eine gute Ernährung für unseren Darm ist. Wenn der Körper krank ist, sollte man sich gut um seinen Darm kümmern (das 2. Gehirn).

Ich stellte also meine Ernährung komplett um, fand heraus, dass meine Seele an unverarbeiteten Dingen aus der Vergangenheit litt und befasste mich mit ihnen und ließ mich coachen, anstatt es zu verdrängen – aus Angst vor dem Schmerz. Und auf einmal verschwanden die Depressionen, ich fühlte wieder, ich war wieder ich selbst und ich hatte enorm viel gelernt.

Natürlich ist das nur eine Erfahrung, die ich weitergebe, die man nicht allgemein auf jeden übertragen kann. Aber wichtig finde ich diesen Ansatz – bei Depression sind Schmerzen unter Verschluss, die einen Weg, einen Ausdruck finden wollen. Etwas in uns möchte gehört werden. Am schwierigsten empfand ich den ersten Schritt – vom Sofa aufzustehen trotz Antriebslosigkeit. Wenn man zu lange da sitzt, traut man sich nämlich gar nichts mehr zu. Vielleicht kennt der ein oder andere das Gefühl, einem davonfahrenden Bus hinterher zu sehen. Dabei könnte man diesen ersten Schritt gehen, später einen zweiten. So lernt man, für sich und Dinge oder Menschen zu kämpfen, die einem wichtig sind. Man lernt Selbstwirksamkeit. Und irgendwann realisiert man, dass man reif und erwachsen genug ist, sein Leben selbst zu gestalten, Träume zu leben und Neues auszuprobieren. Weil man diesen ersten Schritt gegangen ist.

www.auszeitklang.de

Ich habe meinen ersten Schritt zurück ins Leben gemalt und mag dieses Bild sehr.

Ich wünsche dir, dass du erwachst und auslebst, was in dir ist. Wenn du dafür mein Kreativcoaching für Frauen in Anspruch nehmen möchtest, melde dich gern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.