Beschämung

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Beschämung bleibt Beschämung, ob moralisch oder sozial

Du verarbeitest, wurdest enttarnt,

ringst mit dir mitten im Wald,

der dir eine heilsame Weite bahnt.

Schmerzverzerrt schreist du: Halt!

.

Wieso sinke ich im Moder ein,

welche raue Hand greift nach mir?

Du gerätst tiefer und tiefer hinein,

und keine Hilfe findet sich hier.

.

Es raubt dir deine feinen Sinne,

du stöhnst und ringst um Luft.

Möchtest nur weg, all dem entrinnen,

doch du steckst wie in einer Gruft,

.

aus Beschämung und Erniedrigung,

weil ein Anderer unreflektiert

den eigenen Anteil in einer Art Lähmung

nicht sehen kann, was sehr irritiert.

.

Denn du siehst deinen Anteil klar

und kannst nur um Vergebung bitten.

Dir wäre lieber, das wäre alles nicht wahr,

wie kannst du dir je wieder selbst zunicken?

.

Doch es ist geschehen und nicht änderbar.

Sind deine Gründe so schwer zu verstehen?

Du hast gelitten, warst ehrlich und ein Narr,

reicht es dem anderen nicht, dich so zu sehen?

.

Musst du versinken, in den Boden getreten,

bis du im Matsch liegst und nichts mehr geht?

Es würde reichen, der Andere wäre diskret,

weil deine Schuld hoch genug vor dir steht.

perlende Tränenstrahlen

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Viele Menschen hören auch gern Gedichte und mir macht es Spaß, sie zu lesen. Deshalb gibt es jetzt immer mal Videos  auf Youtube.

Die Gedanken zu diesem Gedicht sind entstanden, als ich in der Sonne weinen mußte und mich fragte, warum wir Menschen immer heimlich in dunklen Ecken weinen. Es ist doch etwas zutiefst menschliches. Wenn du in der Sonne weinst, kann Gott mit seinen wärmenden Strahlen aus deinen Tränen ein funkelndes Perlenmeer zaubern und du entdeckst, dass es noch so viel Leben neben dem Leid gibt. Hör mal rein: