Hinwendung zum Farbenmeer

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Zum Tag der selbstgemachten Musik – 21.06. –
Klangkunst für den Festtag der Amateur- und Laienmusik
 
Wenn dir mal wieder jemand sagt, dass du etwas nicht kannst, ignoriere ihn und probier dich aus.
Kunst in jeglicher Form ist Geschmackssache – oft ein Ausdruck inneren Empfindens, gerade in schweren Zeiten. Wenn es raus darf, tut es in jedem Fall gut, manchmal erfreut es vielleicht noch einen anderen Menschen.
 
Was wolltest du schon immer mal probieren? Lass dich nicht davorn abhalten und ärgere dich nicht über Fehlversuche. In all dem lernst du etwas über dich, über andere oder über das Leben. Das ist es wert.
Ich wollte gern die Instrumente mit nutzen, mit denen ich arbeite. Also habe ich das Monochord komplett umgestimmt und das Verrophon als Glockenspiel mit genutzt.
Den Text findest du hier – es ist eine Ode an den größten Künstler – der alle Kreativität erst erschaffen hat und in jeden etwas hineingelegt hat. Es ist ein „Trotzdem-Lied“ – es entstand in einer Zeit, in der es mir emotional nicht gut ging. Gerade da brauchen wir unseren Schöpfer umso mehr – und entdecken ganz neue Seiten seines Wesens. Das Schreiben dieses Liedes führte zu der Idee, mehr Menschen die eigene Natur in der Natur entdecken zu lassen, bei Natur-Auszeiten von Auszeitklang.

In jedem Farbenmeer entdecke ich dich,

du fließt mir zu, in mein Bild passt du nicht.

Deine Weite lässt mich niemals los.

Wenn mich Sturm umfliegt,

birgst du mich auf einem Floss.

.

Dein Wesen gleicht dem tiefen Meer,

Dich zu verstehen lockt mich sehr.

Ebbe und Flut hast du im Blick,

Farbtöne lenkst du mit Geschick.

.

Wie kann ich von dir umgeben sein,

mich aber fühlen, als wäre ich allein?

Ein Wort von dir und es geschieht,

selbst dein Schweigen gleicht einem Lied.

.

Ertrinke ich in deinem Licht

birgt jeder Umstand deine Sicht.

Der kleinste Tropfen hat seinen Sinn,

bist seines Falles Neubeginn.

.

 In deinen Händen wird aus jeder

verschwimmenden Farbnuance

spürbare Zuwendung

und ein Finden meiner Balance.

.

In jeder Farbschattierung entdecke ich dich,

du fließt mir zu, bist unfassbar unendlich.

Umgib mich formend, ich bin dein.

Male mich hinein in dein Bild,

so werde ich sein.

wurzelndes Wir – Verankerung ineinander

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zum Welttag der Poesie:

 

Wo fängst du an

und wo höre ich auf?

Wer bin ich

und was machst du daraus?

.

Ein unsichtbares WIR

aus dir und mir

wächst heran

im zeitlos schwebenden Hier.

 

Verankerung ineinander

Was mit viel Zeit

klein begann,

birgt die Chance

fürs irgendwann.

.

Mit Wurzeln der Verankerung

ineinander

über sich

hinauswachsen.

.

Der Wunder-voll

und riesig werden

für grosse Aufgaben

hier auf Erden.

März 2020

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Augenseufzerfeld

Wie gern würde ich Menschen retten,

doch dann lägen sie wieder in Ketten!

Was für eine Denkunmöglichkeit.

Es würde in die nächste Abhängigkeit ziehen

und dann müsste wieder einer fliehen.

Denn Halt kann man nur in sich selbst finden,

auf dem Weg dahin

kann man sich nur allein schinden.

Dann wächst glückbegabt neue Stärke in dir,

die du brauchst – ich habs hinter mir.

Gott ist da –

väterlich trägt er dich.

Es lohnt sich

sicherlich.

Sei ein Held

auf diesem weiten Feld

der Veränderung.

Ich bin schon da!

Und pflanze Samen in den Boden – weich und warm,

kannst du das Wachstum

des neuen Lebens in Lichtflut ahnen?

Blütenumduftet wird es sein,

Augenseufzer,

Sternschneuzer,

weiter…

01/2020