einem Psalm entsprungen

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Wie groß sind deine Werke, Herr! Sehr tief sind deine Gedanken. Psalm 92.6

Wie vermessen, zu meinen,

wir könnten die Geschichte eines Anderen verstehen.

Bist du auch mit dir selbst im Reinen,

kannst du nur Facetten deines Nächsten sehen.

.

Da sind so viele tiefe Gedanken,

die du nur oberflächlich streifst.

Wenn sie dich manchmal umranken,

ist es, als wenn du nach Sternen greifst.

.

Dies Gegenüber entspricht dir,

das Herz pulsiert im gleichen Rhythmus.

Doch aus uns spricht die Gier,

unseres aufgestauten Stolzes schlammiger Fluss,

.

wenn wir wirklich meinen,

Gottes Gedanken zu verstehen.

Es mag manchmal so scheinen,

wenn wir einen Bruchteil sehen,

.

der auf sein Wesen hinweist,

welches dann leuchtend vor uns steht.

Glaubst du, dass tiefe Dunkelheit zerreißt,

wenn „Herr, erbarme dich“ über deinen Lippen geht?

(zum Buß- und Bettag ♪)

versteckte Macht

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Angst lässt uns nur kläglich leben.

Doch jeden ereilt sie dann und wann,

weil wir unbewusst nach etwas streben.

Dessen Ziel zieht uns mächtig in Bann.

 

Möchten wir Sinnlosigkeit vermeiden,

klagt uns die Angst vor Schuldgefühlen an?

Werden wir unter Einengung leiden,

treibt uns Sorge vor Ablehnung voran?

 

Ist es Verlustangst, die an uns nagt,

hassen wir es, wenn uns mal keiner braucht?

Ist es Angst vor Nähe, die uns jagt

oder der Wunsch nach Kontrolle, der  faucht?

 

Nur in der Auseinandersetzung

mit deiner versteckten Angst

ersparst du dir weitere Verletzung.

Weil du nicht mehr getrieben schwankst,

 

sondern im Vertrauen reifend Gutes erfährst,

indem du diese mächtige Angst nicht erlaubst.

Dich eher Schritt für Schritt bewährst,

indem du deinem Schöpfer glaubst.

 

Er kann dir Tiefen offenbaren

und wird doch in alldem für dich sorgen.

Er kann dich vor allem bewahren,

was auch kommt, Er führt sicher ins Morgen.

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Nur wenn du das willst, Er zwingt nämlich keinen.

Er nimmt dich an und gibt Raum zum Sein,

hält dich bestimmt nicht an der Leine,

doch wenn Er nah ist, fühlst du dich daheim. ()

11.03.2021

 

entflammte Festung

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Dein Herz ist eine Festung

schütze es nur gut,

hin und wieder kommt die Testung,

durchbricht Mauern als reißende Flut.

 

Wird schwer durch dich hindurchziehen,

bringt Leere und Verheerung.

Das Herz zerfließt, will fliehen,

sucht nach helfender Klärung.

 

Der Zerstreuer versucht

im Gefecht dich zu zerstören,

doch in dir Seine Stimme ruft.

Kannst du sie leise hören?

 

Er sieht den Ausweg schon,

verteidigt dich im Kampf.

Hat für dich eine Mission,

löst Gegner auf in Dampf.

 

Drum stärke deine Lenden,

nimm alle Kraft zusammen.

Er kann jeden Kampf wenden,

Pfleile leuchtend entflammen.

 

Dein Herz ist eine Bastion,

umkämpft ist diese Glut.

Doch stärkt Er deine Position,

gibt immer neuen Mut.

~

Bibeltext: Nahum 2.1-14

Sein Feuer

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Ist uns klar,

dass für uns alles endet,

wenn Gott sich abwendet?

 

Sehen wir die Schuld

unseres Götzendienstes und der Gottlosigkeit,

sind wir für die Folgen wirklich bereit?

 

All der Schmerz dieser Zeit

treibt mir die Tränen in die Augen,

doch rüttelt es nicht an meinem Glauben,

 

sondern es bewirkt

ein Fallen auf meine Knie

und das Summen einer leisen Melodie,

 

denn Ehrfurcht überkommt mich.

Auf meinen Lippen liegt sie stumm

und fragt nach dem Warum

 

Deiner großen Güte.

Wieso wir wohl noch am Leben sind?

Weil Dein Feuer in uns glimmt.

 

Bibeltext: Hosea 9

vage Versprechen?

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Nichts ist zu sehen

von der versprochenen Herrlichkeit,

kannst kaum noch stehen.

Wozu investierst du all die Zeit?

.

Sein Wort gilt,

fürchte dich nicht.

Stark wie ein Schild

ist der, der dir verspricht:

.

Sei stark und gehe vorwärts,

ich werde mit dir sein.

Ich kümmere mich um den Schmerz,

mein Geist erneuert dein Sein.

.

Das Silber ist mein

und auch das Gold,

ich werde dein Versorger sein,

bist von mir doch gewollt.

.

Bist du auch gerade verletzlich,

Er lädt dich zu sich ein.

Sein Frieden legt sich plötzlich

mitten in dein Herz hinein.

.

Du raffst dich auf

und läufst nun weiter.

Auch den Berg hinauf

ist Er ein guter Begleiter.

 

Bibeltext: Haggai 2. 1-9

 

 

 

perlende Tränenstrahlen

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Viele Menschen hören auch gern Gedichte und mir macht es Spaß, sie zu lesen. Deshalb gibt es jetzt immer mal Videos  auf Youtube.

Die Gedanken zu diesem Gedicht sind entstanden, als ich in der Sonne weinen mußte und mich fragte, warum wir Menschen immer heimlich in dunklen Ecken weinen. Es ist doch etwas zutiefst menschliches. Wenn du in der Sonne weinst, kann Gott mit seinen wärmenden Strahlen aus deinen Tränen ein funkelndes Perlenmeer zaubern und du entdeckst, dass es noch so viel Leben neben dem Leid gibt. Hör mal rein:

Wüste als Sinnbild für das unbekannte Neue

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Ich sehne mich nach der Küste,

doch vor mir liegt die Wüste.

Die Sandkörner bilden einen Teppich

und vereinnahmen mich.

 

Im Vorübergehen sehe ich vereinzelt Palmen,

standhaft wie kleine Grashalme,

das Grün läßt mich hoffen,

ich bin ergebnisoffen.

 

Wenn es im Plan des großen Ganzen vorgesehen,

muss ich es ja nicht verstehen,

sondern mutig losgehen

und Schritt für Schritt kommen neue Ideen.

 

Wie Sandkörner wehen sie in mein Leben,

ich kann sie im Anschauen aufheben

und mich daran erfreuen,

an all dem wunderbaren Neuen.

 

Um die Oasen auf der Reise

kümmert sich ein Anderer weise.

Ich darf lernen und vertrauen

und etwas im Freiraum der Wüste aufbauen.

Januar 2020

Verletzlichkeit als Stärke

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Lange dachte ich nach,

was ich mir davon versprach,

den Menschen zu zeigen,

dass ich schwach bin?

Das ist auch einfach nicht gefragt

In der heutigen Zeit geht es flach zu,

präsentiere keine Leid und keine Feinheit

oder gar Verwundbarkeit.

Sei stark und schnell,

möglichst immer originell und helle,

auf dem aktuellen Stand der Dinge –

vor allem virtuell,

konsumiere das Materielle

und sei auch ein bisschen spirituell.

Mit der Fasade bist du dann

tendenziell ganz ok,

und akzeptiert.

Aber auch angeschmiert.

Denn du perforierst innerlich.

Also habe ich mich entschieden,

meine Sensibilität zu kultivieren

und meine Empfindsamkeit auszuformulieren.

Dafür wurde ich schon von einigen kritisiert,

aber ich kann nicht anders,

und werde lernen,

couragiert meinen Weg zu gehen-

in all meiner Fragilität.

 

Manchmal bewegt es den Einen oder Anderen

und die Feinsinnigkeit berührt ein Herz

dann geht es südwärts

der Sonne der wachsenden Empathie entgegen,

denn ich konnte einen wärmenden Impuls weitergeben.

Immer willkommen,

wenn Verlautbarungen ankommen,

die zum Nachdenken anregen,

damit neues Friedvolles entsteht.

Durch Abfärben wird

wunderbares vermehrt.

Das ist es allemal wert.

Augenseufzerfeld

Wie gern würde ich Menschen retten,

doch dann lägen sie wieder in Ketten!

Was für eine Denkunmöglichkeit.

Es würde in die nächste Abhängigkeit ziehen

und dann müsste wieder einer fliehen.

Denn Halt kann man nur in sich selbst finden,

auf dem Weg dahin

kann man sich nur allein schinden.

Dann wächst glückbegabt neue Stärke in dir,

die du brauchst – ich habs hinter mir.

Gott ist da –

väterlich trägt er dich.

Es lohnt sich

sicherlich.

Sei ein Held

auf diesem weiten Feld

der Veränderung.

Ich bin schon da!

Und pflanze Samen in den Boden – weich und warm,

kannst du das Wachstum

des neuen Lebens in Lichtflut ahnen?

Blütenumduftet wird es sein,

Augenseufzer,

Sternschneuzer,

weiter…

01/2020