das Leben ist ein Fest

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Das Leben ist ein Fest,

ich weiß, jeder vergisst das zuweilen,

wenn er durch den Alltag hetzt.

Doch wir haben so viel Grund zu danken, zu lachen und zu feiern,

und es gibt schon genug Menschen,

die schimpfen und damit die Schönheit des Lebens verschleiern

denn sie weigern sich,

ihren Blickwinkel zu ändern

und verschwenden damit Zeit und Kraft.

Doch die Umstände haben keine Macht,

uns froh oder traurig zu machen,

es ist unsere Sicht.

Nur sie erhellt als kleines Licht die Dunkelheit der Welt.

Deshalb ist es von Belang,

dass sich dieser Fokus in unserem Leben einstellt.

Denn dann sehen wir lauter neue Überraschungen,

die Gott für uns bereit hält.

Und dann fällt uns diese Blickrichtung in den Schoß,

wir lassen los und wagen neue Wege,

pflegen nicht mehr unsere Angst,

sondern prägen unsere Umgebung durch die Belebung des Augenblicks.

Denn unser Leben ist ein Fest

und es trifft dich selbst am meisten,

wenn du es unterlässt,

dankbar und ausgelassen zu sein.

Was für ein erhebendes Gefühl, das Leben zu lieben –

es ist ein bisschen wie fliegen,

getragen von den Fittichen der Dankbarkeit

in die grenzenlose Weite

eines Daseins in Zufriedenheit.

 

Darum lasst uns miteinander feiern –

gemeinsam ein Stück Leben teilen

und einfach bei leckerem Essen und Musik verweilen.

(9/2018)

Zahnrädchen

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Schon immer läuft alles wie gewohnt,

das Spiel läuft wie geschmiert

in der Routine, die allem innewohnt,

auch wenn man dabei viel verliert.

 

Alle Rädchen funktionieren einwandfrei,

keins hinterfragt oder stoppt den Fluss,

denn dann wäre das Ergebnis entzwei,

das sorgt dann schnell für Verdruss.

 

Auch das Zahnrädchen in der Mitte

bewegt sich brav im Takt,

hat zwar schon geäußert manche Bitte,

die jedoch ungehört versackt.

 

Eines Tages bleibt das Rädchen stehen,

denn es wurde zu viel gemobbt.

Kaum einer hat es bisher richtig angesehen,

abrupt nun das Räderwerk stoppt,

 

Zum ersten Mal sieht es sich golden leuchten,

seinen Wert hat es nie zuvor entdeckt.

Alle Selbstzweifel werden im Nu verscheucht

und die ganze innere Kraft geweckt.

 

Das Zahnrädchen sieht nun sein Potential,

es muss sich nichts mehr gefallen lassen.

Diese Erkenntnis ist phänomenal,

erst der Stillstand ermöglicht, sich mit sich zu befassen.

 

Es scheint im Vergleich etwas zarter und kleiner,

das war im Bauplan so vorgesehen.

Der Baumeister entwarf es einfach feiner,

nur muss es das selbst erstmal verstehen.

 

Doch wie wichtig ist fürs große Gefüge,

dass es seinen Platz ausfüllt.

Es werden, im Erleben seiner Siege,

längst verstummte Sehnsüchte gestillt.

 

Nun gestaltet es das faszinierende Gebilde mit,

hat das Geheimnis seiner Bestimmung gefunden,

stark bewegt es sich, zieht die anderen mit,

wird so von keinem mehr geschunden.

 

Der ganze Mechanismus wird sich neu formieren,

weil das kleine Rädchen mit dem Gewohnten bricht.

Die anderen müssen sich auch umjustieren,

wenn Licht in die Routine spricht.

 

Jede Veränderung beginnt bei dir,

bei dem Besinnen auf dein Wesen

und dein eigenes Gespür.

September 2020

Mit der Angst tanzen

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Angst, du bist nicht fair,

quäl mich nicht mehr,

nur Gemeinheit und Gier,

ich tanz ab jetzt mit dir.

.

Ich lasse mich nicht mehr bedrängen

oder in die Ecke zwängen.

Ich bin nun ganz bei mir

und tanz mit dir.

.

Grosse Angst, du alte Pein,

du machst mich immer wieder klein.

Stärke ist nun meine Zier,

ich tanz mit dir.

.

Dunkel stehst du vor der Tür,

du willst ja nur, dass ich verlier.

In meinem Herz ,

spielt ein Klavier,

ich tanz mit dir.

.

Du schickst mich in die Isolation,

na wenn schon,

ich suche Freunde mir,

dann tanzen wir.

.

Unglaublich, du kapitulierst,

weil du mich nicht mehr  regierst?

Jetzt tanz schon mit mir

oder verschwinde endlich von hier.

02/2020

Gegensätze

Denkansätze – Gegensätze

Sind nicht die Gegensätze

die wahren Schauplätze des Lebens wildem Naturell?

Stärke und Schwachheit,

Tiefschlaf und muntere Wachheit,

köstlich schlemmen und

mal fasten und sich nichts gönnen,

still stehen

und rennen

bis das Herz bis zum Hals schlägt.

Gedanken nachhängen,

die man sorgfältig abwägt,

oder im Glauben losgehen,

weil Gott uns trägt.

Manchmal kann alles nicht schön genug sein

für unserer Augen Schein,

dann wieder ist die größte Zier

die Schlichtheit an sich allein.

Mal wollen wir den Resonanzen lauschen,

und nichts gegen die Stille eintauschen.

Dann wieder gibt es Dissonanzen

und um die Spannung der Distanz auszuloten,

begeben wir uns in einen Seiltanz,

der eine Sprungschanze im Erkennen unseres selbst darstellt.

Und uns gefällt die Vielschichtigkeit

und die Veränderung –

 wahre Kostbarkeiten,

die uns durch dieses Leben begleiten:

manchmal fluffig wild,

oder traurig

 voll vergilbter Momente,

dann wieder sehnsuchtsvoll

und mild, wie die Liebe selbst,

zuweilen schwer und mühevoll ,

dass du es kaum aushältst.

Doch,

du schaffst das,

denn auf eins ist Verlass:

Gegensätze sind die wahren Schauplätze

des Lebens wildem Naturell.

Verurteile sie nicht vorschnell,

denn sie sind essentiell.

Und obendrein wahre Tummelplätze,

verpflichtend für meine Wortschatzdichtungen.

01/2020