in Leben verwickelt

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Wie ich gestern war,

werd ich morgen nicht mehr sein.

Und wie ich wirklich bin,

weiß nur Gott allein.

 

Das Knäuel ist groß,

der Verirrungen Fransen und Knoten viel.

Doch das stetige Entwirren

ist gleichzeitig Weg und Ziel.

 

Denn:

Was ich gestern festhielt,

lasse ich heute in Freiheit gehen.

Den, der mich heute verklagt,

lasse ich auch morgen mit seiner Meinung stehen.

 

Denn ich bin ins Leben verwickelt,

genauso wie mein Gegenüber.

Jeder hat mal eine schlechte Minute,

Zeiten ziehen wie Wolken vorüber.

 

Doch in meiner Mitte bleiben die Werte,

die mich ins Morgen begleiten und halten.

Mit Wertschätzung und Wohlwollen

kann sich so vieles noch entfalten.

20.8.21