hinter dem Tor

endlich

 

mein Tor fällt jetzt ins Schloss

Stimmengewirr fällt wie verkrusteter Lehm von mir ab

das Lärmen des Funktionierens verwandelt sich

in Farbtupfer spürbarer Stille

 

sie verdrängen das Grau des Tosens ungelöster Aufgaben

das Meer der Weite nimmt mir die Pflichten,

die wie Blei auf meinen Schultern liegen

und spült weichen Nebel auf meine Augenlider

 

endlich spürbare Müdigkeit erwacht in jedem Körperteil

 

doch der Abend empfängt mich

mit seiner zarten Lautlosigkeit

Er schiebt sanft das Morgen beiseite

und schickt das Fühlen auf die Reise

 

beginnt, das Gefäß mit Stille zu füllen

nun schmiegt sich Freude an diesen Augenblick

atmet das Leben ein

und den Dank aus

 

morgen wird dieser bunte Hauch von Luft mein Tor aufs Neue öffnen

8/2020

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