das große Ganze

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Noch facettenreich schwingend, der warme Ton,

ein Same, der frisch in die Erde gelegt

und Pollen, die tragen der Blüte Vision,

Färbung, die das grau aufhebt.

 

– Viele Puzzleteile erschaffen ein Manuskript,

doch der Beginn ist der erste Schritt.

Denn das große Ganze fordert dich zum Tanze

und reißt dich einfach mit.

 

Ein Bruchstück hat es zur Wortschöpfung gebracht,

neuer Gedanke, der sich in dir regt,

ein Sandkorn, das fällt zu den anderen ganz sacht,

wie die Idee, die dich neu belebt.

 

Winziger Tropfen mit der Welle sich verbindet,

der Funke, der das Feuer neu entfacht,

lauhe Brise sich zum Sturm hinaufwindet,

ein Herz, das dir entgegenlacht.

 

Viele Puzzleteile erschaffen ein Manuskript,

doch der Beginn ist der erste Schritt.

Denn das große Ganze fordert dich zum Tanze

und reißt dich einfach mit.

 

8/2020 mitten im Sand am Meer geschrieben

pilgern – sich in der Einzigartigkeit des Augenblicks spüren

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Worte werden weich und warm, denn sie erfreuen sich an solch Orten mit Charme.

Heute nehme ich dich mit in die deteilreiche Einzigartigkeit einiger Momente meiner Pilgerreise, in denen die Zeit stillzustehen schien. Und ich hoffe, ich entfache bei dir die Lust, selbst einmal loszugehen.

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Im Cafe

Die Luft schwirrt vor Hitze. Das Grün der Bäume hebt sich lebendig von dem rauhen Putz der Häuser ab. Ein Läuten der Kirchturmglocke schwebt durch den schleierbewölkten Himmel. Die Dachfenster der alten geschmeidig geformten Häuser wirken wie müde Augen, die in die Leere starren. Eine Pusteblume, immer nur versonnen auf der Durchreise, schwebt vorbei. Die Blüten des Oleanders verströmen ihren ganz eigenen Duft und wiegen sich in dem seltenen kleinen Lufthauch, der vorüberzieht. Menschen genießen ihr kühles Getränk –meist schweigend und wortleer. Andere laufen, meist den Blick gesenkt. Sie schleichen, die Hitze zwingt sie zur Langsamkeit. Sehen ihre Augen nicht mehr? Die Ornamente an den Häuserfronten deuten auf eine andere Zeit, ein anderes Leben auf genau diesem Markplatz. Doch alte schwere Holztüren setzen verschlossen eine Grenze –ein Leben, verschleiert von den Wolken und fortgeweht vom Wind.

Zurück in der Gegenwart sitze ich mit meinem Glas prickelnd kühlen Wassers im Cafe, schlürfe Phantasie aus der Freiheit der Umgebung und wandle sie mit samtweichen Worten in Genuss-Momente einer Welt um, die einen wertvollen Erfahrungsschatz für dich bereit hält.

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Stille in der Herberge

Kein Mensch ist in der sonst so wuseligen Pilgerherberge. Doch dieser zauberhafte Ort wirkt keineswegs verlassen. Der erste Morgenwind lässt sanfte Töne im Windspiel erklingen. Blütenkelche öffnen sich vorsichtig, wachgeküsst von wärmenden Sonnenstrahlen. Die große Linde im Hof lässt sich von der kommenden Glut nicht beirren. Schon jetzt spendet sie Schatten mit ihren einladenden Blätterarmen. Die Steine auf dem Weg glänzen wie führende Markierungen. Die Vögel übertreffen sich gegenseitig mit dem Lobpreis dieses neuen Seins. Der Lavendelbusch, am Abend noch im Schatten stehend, ist plötzlich Heimat für unzählige emsige Hummeln und Schmetterlinge, die suchend umherschwirren, sich an einem Tröpfchen Nektar zu laben. Das Pfarrhaus, lebendig umrankt von wildem Wein, ist das würdevolle Schmuckstück dieser Einöde. Und doch hat hinter ihm die kleine schlichte Kirche ein wachsames Auge auf alles. Kirchenglocken läuten den Beginn des Werdens eines neuen Tages ein.

Meine Sinne sind schon, anders als sonst, hellwach. Ich lasse mich umarmen von der Linde, trinke Sonnenstrahlen, atme den Duft von frischen Kräutern, meine Füße spüren den sonnenwarmen Steinboden und ich danke Gott, heute Pilgerin sein zu dürfen.

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Details auf der Reise

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Oleander
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„Unkraut am Wegesrand“
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Habichtskraut

ein Anker

Der Wasserfall direkt vor Augen erfrischt. Voll Würde leuchten die beiden grazil verzierten Kirchtürme in den abendsonnenglänzenden Himmel. Das Kirchenschiff ragt voller Stärke in die Stadt hinein. Die stolzen Häuser mit verspieltem Ornamentmuster wirken dagegen leichtfüßig und verschwindend winzig. Geradlinig hochgewachsene Birken scheinen wie an der falschen Stelle hingeworfen, doch verteidigen sie diesen Platz im Windschatten. Die Zeiger der Standuhr werden ausgeblendet, die Zeit steht still in diesem Augenblick. Nichts kommt an die gewaltige Macht dieses Kirchenschiffes heran. Als hätte es Anker geworfen, trotzt es allem. Nur die Strahlen des Glutballes brechen sich Bahn. Ein Akkordeon schickt seine Weise auf die Reise. Die große weichgrüne Weide wird von diesem Säuseln umspielt. Die Melodie füllt das Herz mit Sehnsucht. Der Wind nimmt zu, die Sonne nimmt ab, es wird mild, nur innen tobt ein Sturm. Doch das starke Rauschen des Wasserfalles bahnt sich seinen Weg und die Gelassenheit des wert-Seins wird wie ein liebevoller Arm um die Schulter gelegt.

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Da mir eine Melodie zugeflogen kam, entstand auf dem Weg ein Pilgersong, der bald auf meinem Youtube-Kanal zu finden sein wird.

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weitere Erlebnisse von früheren Pilgertouren und ein paar wichtige Infos für die 1. Tour findest du auf www.wertdernatur.de

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Pilgern ist ein Genuss.