dunkelwarmer Ton

Ich bin groß geworden –

die Sorte reife Erwachsene,

komme meist allein gut klar,

das ist wirklich wahr.

Aber manchmal sind sie da,

diese Momente der leeren Hände,

in denen sich das Herz

krampfartig schmerzend zusammenzieht,

weil du fliehst

und ich deine Gegenwart vermisse:

nur ein tiefer Blick, der entzückt

oder

ein dunkelwarmer Ton deiner unvergleichlichen Stimme –

Flimmern im Inneren

oder

den zarten Hauch einer Berührung,

inniges Spüren deines Wesens,

 

eins würde mir schon reichen,

um den Kern zu erweichen,

auf das ich mich wieder besinne,

dass ich groß und autark bin.

 

Doch gibt es dich nicht,

dann erinnere ich mich.

Gott spricht in mein Leben:

Komm zu mir,

wir können so viel erleben,

ich steh immer vor deiner Tür,

um dich mit liebevoller Nähe zu umgeben.

Meinen Händen entgleitet nichts hier.

Vertraue mir, ich fülle die Hände dir.

02/2020

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