Verletzlichkeit als Stärke

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Lange dachte ich nach,

was ich mir davon versprach,

den Menschen zu zeigen,

dass ich schwach bin?

Das ist auch einfach nicht gefragt

In der heutigen Zeit geht es flach zu,

präsentiere keine Leid und keine Feinheit

oder gar Verwundbarkeit.

Sei stark und schnell,

möglichst immer originell und helle,

auf dem aktuellen Stand der Dinge –

vor allem virtuell,

konsumiere das Materielle

und sei auch ein bisschen spirituell.

Mit der Fasade bist du dann

tendenziell ganz ok,

und akzeptiert.

Aber auch angeschmiert.

Denn du perforierst innerlich.

Also habe ich mich entschieden,

meine Sensibilität zu kultivieren

und meine Empfindsamkeit auszuformulieren.

Dafür wurde ich schon von einigen kritisiert,

aber ich kann nicht anders,

und werde lernen,

couragiert meinen Weg zu gehen-

in all meiner Fragilität.

 

Manchmal bewegt es den Einen oder Anderen

und die Feinsinnigkeit berührt ein Herz

dann geht es südwärts

der Sonne der wachsenden Empathie entgegen,

denn ich konnte einen wärmenden Impuls weitergeben.

Immer willkommen,

wenn Verlautbarungen ankommen,

die zum Nachdenken anregen,

damit neues Friedvolles entsteht.

Durch Abfärben wird

wunderbares vermehrt.

Das ist es allemal wert.

Augenseufzerfeld

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Wie gern würde ich Menschen retten,

doch dann lägen sie wieder in Ketten!

Was für eine Denkunmöglichkeit.

Es würde in die nächste Abhängigkeit ziehen

und dann müsste wieder einer fliehen.

Denn Halt kann man nur in sich selbst finden,

auf dem Weg dahin

kann man sich nur allein schinden.

Dann wächst glückbegabt neue Stärke in dir,

die du brauchst – ich habs hinter mir.

Gott ist da –

väterlich trägt er dich.

Es lohnt sich

sicherlich.

Sei ein Held

auf diesem weiten Feld

der Veränderung.

Ich bin schon da!

Und pflanze Samen in den Boden – weich und warm,

kannst du das Wachstum

des neuen Lebens in Lichtflut ahnen?

Blütenumduftet wird es sein,

Augenseufzer,

Sternschneuzer,

weiter…

01/2020

Alleinsein

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 Alleinsein

 Ich wünsche dir, dass du dich dem Alleinsein stellst,

nicht davor wegrennst oder dem Wunsch verfällst,

es wegzuschieben,

indem du arbeitest oder immer wieder ausgehst nach Belieben.

Vermeide es nicht, auch wenn du darunter leidest,

sondern sorge dafür,

dass es in deinem Leben einen Stellenwert erhält.

Denn du wirst nur frei,

wenn in dir nichts schwelt

und du dich dem stellst,

was in dir ist,

ob Kummer, aufbrechende Defizite,

verpasste Gelegenheiten oder neue Schwierigkeiten.

Du hast einen Wert, den gilt es zu entdecken,

alles Verstecken vor der Realität hilft nicht.

Da ist so viel in dir,

was noch keinen Raum bekam, um sich auszuprobieren

und zu reifen,

dabei faszinierst du vielleicht schon Menschen und

kannst es selbst nicht begreifen.

Deshalb gehe kleine Schritte vorwärts,

ob mit Mut oder unter Tränen,

hauptsache, du bist auf dem Weg.

Lasse dich nicht lähmen von der Vergangenheit.

Sie hat gezeigt,

wie vieles in dir schweigt

und angepaßt war,

um des Friedens willen oder gar

um den Anderen nicht zu verletzen.

Doch stattdessen gingst du verloren

und das Wiederfinden braucht Zeit,

darum ist es gescheit,

dich nun einfach an dir allein zu erfreuen.

Das wirst du nicht bereuen und mit neuer Gelassenheit

Kannst du für Menschen eine Bereicherung sein,

weil du gelernt hast, mit dir selbst klarzukommen.

Denn im besten Fall bedeutet Alleinsein

nicht das Versinken in Einsamkeit,

sondern bereit zu sein, dich mit dem Einen auseinanderzusetzen,

der dich schuf.

Du bist wie ein gutes Buch,

voll spannender lebendiger Seiten, die noch keiner las,

aber mit Vorfreude erwartet werden.

Doch für den Verfasser bist du durchsichtig wie Glas.

Er liebt dich über die Maßen und ihm macht es Spaß,

wenn du dich auf die Suche machst und

neue Seiten in dir entdeckst.

Er weckt in dir Sehnsucht nach mehr-

Mehr von deinem Schöpfer erfahren

und in dein Leben integrieren –

du brauchst keine Prüfungen absolvieren,

um vor ihm zu bestehen und gesehen zu werden,

sondern darfst dich zu ihm hin entfalten,

viele Schätze in dir entdecken

und mit ihm das Leben gestalten.

Und keiner kann dich mehr aufhalten,

es gibt keine Gewalten, die stärker wären als er.

Lebe,

öffne dich,

ihm zur Freude und zu seiner Ehre,

durchquere den Dschungel der Suche nach dir

denn allein bei ihm ist die offene Tür

die zum Verständnis deines innersten Wesens führt.

09/2018

Bedürftigkeit

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Bedürftigkeit

 Wir wollen stark sein und schnell.

Uns soll alles gelingen, es ist wie ein Duell,

in dem wir natürlich gewinnen wollen

und uns bitte nicht aufregen sollen,

wenn sich in uns Müdigkeit oder Schwäche regt

und nicht nur Leichtigkeit durch unser Leben fegt.

Wir versuchen um jeden Preis zu vermeiden,

dass wir an unsere Grenzen kommen und entscheiden,

weiterzukämpfen und zu hetzen,

anstatt uns einen Moment Ruhe zu gönnen,

uns zu setzen und durchzuatmen.

Da entdecken wir ein Gefühl, ich möchte es Bedürftigkeit nennen.

Es fühlt sich nicht gut an und ist vor allem daran zu erkennen,

dass wir unsere vergrabenen Sehnsüchte entdecken

und unsere Schwäche und Unzulänglichkeit, die wir gern verstecken.

Wir sehen es als einen Mangel, bedürftig zu sein

und haben oft Mitleid mit Anderen, bei denen es so scheint,

als ob sie dringend etwas brauchen, wo wir doch darüberstehen.

Dass es uns ähnlich geht, wollen wir uns nicht eingestehen.

Wenn wir innerlich in den Spiegel schauen und sehen,

wo unsere Grenzen liegen,

versuchen wir ganz schnell, uns zu verbiegen,

doch auch dann wird es neue Herausforderungen geben,

die wir nicht sofort wie einen Schatz heben.

Wir könnten lernen, diese Spannung auszuhalten,

ohne dass wir verbittern und unsere Herzen daran erkalten.

Denn nur inmitten unserer eigenen Bedürftigkeit

entdecken wir ein Kleinod,

dies zu finden tut uns Menschen not.

Denn wir nehmen uns anders wahr, sind eben mal nicht unschlagbar.

Allein dieser Zustand reicht aus, um zu begreifen,

Gott möchte unseren Charakter schleifen.

Wie lange schon haben wir uns in Kämpfen aufgerieben,

weil unsere Kraft und Möglichkeiten Begrenzungen unterliegen?

Wir begreifen mit unserem Herz, was es bedeutet, geliebt zu sein

ohne etwas zu tun und ohne den ganzen äußeren Schein.

Wir erfahren auf einmal Gehaltensein und Getragen werden,

Wertschätzung und Annahme in einem Haufen von Scherben.

Auf einmal haben wir nicht mehr das Gefühl, Bettler zu sein,

sondern entdecken Gottes Größe und erfreuen uns

an diesem kleinen Keim,

der wächst und stark wird und sich auf den besinnt,

der uns schuf und sagte:

Geliebtes Kind,

all dein Kämpfen und gewinnen wollen ist unnötig

und wird zerstreut vom Wind.

Was du brauchst, ist Zeit und einen Platz nahe am Vaterherz,

denn dort verschwindet all der Schmerz,

der sich anhäufte und dich zu immer neuen Kämpfen animierte,

was dazu führte, dass sich dein Verlust summierte.

Was dann passierte glich dem Zustand eines Hamsters im Laufrad:

Nicht ruhn, mehr tun – schneller sein, besserer Schein –

den Anschein wahren – Leben im Muster der Vorfahren –

unendlich müde werden – nur noch 1 Wunsch – sich verbergen.

Wir begreifen auf einmal: wir brauchen mehr als das.

Dieses Hamsterrad braucht einen Ausweg – irgendwas.

Kommst du dann zu Gott Vater, der dich kennt und wieder herstellt,

weil er dich mit offenen Armen empfängt

und dein müdes Herz mit seiner Freude erhellt,

dann beginnst du zu verstehen, wie er ist und was ihm vertrauen heißt

und dass diese Verbindung wirklich niemand zerreißt.

Denn mitten im Fallen werden wir aufgefangen von Jesus,

der in den Tod fiel.

Wir werden durchgetragen von Gottes Geist

mit viel Verständnis und Gefühl.

Gestärkt laufen wir weiter auf dem Weg,

doch jetzt an Gottes Hand in Richtung Ziel.

.Das ist viel mehr als wir begreifen

und wir sollten uns nicht darauf versteifen,

Gott in unserem Leben in allen Punkten zu verstehen,

doch wir können immer neue Seiten an ihm erspähen.

Und Gott wird im Vorwärtsgehen unsere Kraft sein im Leben,

nicht mit unserem gewinnsuchenden Streben,

sondern mit Blick auf den Anderen, der zählt,

weil in uns nichts schwelt und uns selbst nichts mehr fehlt.

In all unserer Bedürftigkeit haben wir jedoch nicht

unser Ziel verfehlt,

denn sie führte zu der Erkenntnis:

wir werden geliebt und wurden von ihm auserwählt.

Es war also kein Mangel, dies zu erkennen,

denn es führte uns dahin, nicht mehr alles alleine zu stemmen.

Getragen von seiner Güte möchte ich nun durchs Leben gehen,

seine Sichtweise immer mehr verstehen,

seine Wunder in meinem Alltag zulassen und nicht übersehen.

Denn er hat unzählige gute Ideen

und wie kleine Samen wird er sie in unser Leben sähen.

05/2018

berührende Geschichten

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So viele unglaublich

berührende Geschichten,

versteckt,

in den Ecken

von Menschenherzen,

die sich nicht trauen,

preiszugeben und anzuschauen,

was das Leben für Wunden schlug

und mit wieviel Ausdauer man es ertrug.

Doch

wie schmerzhaft und schwer

deine Geschichte auch wär:

Erzähl sie,

flieh nicht vor ihr.

Denn im Hier und Jetzt

kann Gott jede Geschichte wenden,

dir seine Barmherzigkeit

und Weisheit senden,

wohlwollend deinen Weg in seine Hände nehmen

und nach dem Auffangen der Tränen

Heilung strömen

und Gutes aus alldem erwachsen lassen.

Auf lange Sicht

ist es sein Licht,

in dem sich unser Dasein im bunten Farbspiel bricht.

Dies gibt unserer Geschichte mehr Gewicht,

um jede Seite in uns zum klingen zu bringen.

Gegensätze

Denkansätze – Gegensätze

Sind nicht die Gegensätze

die wahren Schauplätze des Lebens wildem Naturell?

Stärke und Schwachheit,

Tiefschlaf und muntere Wachheit,

köstlich schlemmen und

mal fasten und sich nichts gönnen,

still stehen

und rennen

bis das Herz bis zum Hals schlägt.

Gedanken nachhängen,

die man sorgfältig abwägt,

oder im Glauben losgehen,

weil Gott uns trägt.

Manchmal kann alles nicht schön genug sein

für unserer Augen Schein,

dann wieder ist die größte Zier

die Schlichtheit an sich allein.

Mal wollen wir den Resonanzen lauschen,

und nichts gegen die Stille eintauschen.

Dann wieder gibt es Dissonanzen

und um die Spannung der Distanz auszuloten,

begeben wir uns in einen Seiltanz,

der eine Sprungschanze im Erkennen unseres selbst darstellt.

Und uns gefällt die Vielschichtigkeit

und die Veränderung –

 wahre Kostbarkeiten,

die uns durch dieses Leben begleiten:

manchmal fluffig wild,

oder traurig

 voll vergilbter Momente,

dann wieder sehnsuchtsvoll

und mild, wie die Liebe selbst,

zuweilen schwer und mühevoll ,

dass du es kaum aushältst.

Doch,

du schaffst das,

denn auf eins ist Verlass:

Gegensätze sind die wahren Schauplätze

des Lebens wildem Naturell.

Verurteile sie nicht vorschnell,

denn sie sind essentiell.

Und obendrein wahre Tummelplätze,

verpflichtend für meine Wortschatzdichtungen.

01/2020

Warten

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W  a  r  t  e  n

dieses nervige Gefühl, was dich beschleicht,

weil es nicht reicht, daß du dir etwas wünschst.

Es wühlt dich immer wieder auf,

beinahe kannst du es fühlen,

doch mußt du wieder abkühlen,

weil du es nicht fassen kannst.

Du willst es JETZT, SOFORT,

keinen Moment kannst du mehr warten.

Doch, sobald du es hast, ist es schon wieder vorbei

und es muss etwas Neues starten.

Du bist nicht mehr darauf versessen, kurzgefaßt,

du suchst und findest bald das nächste Opfer deiner Hast.

WARTEN – allein dieses Wort ist eine Zumutung

und führt in deinem Inneren zu einer Überflutung an Emotionen.

Zugleich zeigt es jedoch die Vielzahl an Optionen,

die dir offenstehn.

Doch fast werden sie vom Winde verweht,

denn während Zeit um Zeit vergeht,

fragst du dich, was wohl entsteht,

wenn du dich entschließt, zu lernen und auszuhalten,

was dich aufregt und einfach mal verweilst –

was wohl daraus hervorgeht?

Denn im Warten, dass sich dein Wunsch erfüllt

oder eine Begegnung deine Sehnsucht stillt,

liegt dieser kleine Moment, der schmerzt.

Weil er auf eine Entscheidung hinarbeitet

und allzu oft bist du darauf nicht vorbereitet.

Geht es um dich bei allem im Leben?

Da würde ich leise Zweifel hegen.

Du möchtest ihn durchdrücken: deinen Willen.

Doch weißt du, was für dich gut ist?

Und auch, wer du in ein paar Jahren sein wirst?

Kannst du die nächsten Tage sehen

oder die Tiefe der Gedanken deines Gegenübers verstehen?

Wirst du deine Ungeduld bereuen oder dich daran erfreuen,

dein Leben einem anderen anzuvertrauen

und auf seine Güte und Weisheit zu bauen?

Diese Entscheidung verlangt alles von dir,

weil du bewußt vertrauen mußt,

dass Gott es gut mit dir meint

auch wenn die Auflösung nicht zu sehen ist,

du warten mußt oder er bestimmte Wege verneint.

Dieser Moment der Entscheidung

wird für jeden Macher zur Qual

und es ist dir alles andere als egal,

denn du hättest alles gern sofort und ideal wäre es,

wenn du nicht auf etwas oder jemanden warten müßtest,

aber du hast die Wahl.

Denn du begreiftst, dass diese Momente dich lehren

und Barmherzigkeit und Verständnis für dich

und andere in deinem Leben mehren.

In diesen Zeiten des Wartens beginnst du zu erahnen,

dass die Schikanen, die du erleidest,

indem du dich ihnen stellst und nicht vermeidest,

dich zu einem anderen werden lassen.

Dann hast du Geduld mit dem, der eilt.

Vom Schmerz der Hast wirst du geheilt.

Inneres Getriebensein wird zur Seltenheit

und deine Sehnsucht verwandelt sich in Gelassenheit.

Diese Gelegenheit führt bei dir nun zu neuer Entschiedenheit

und so steht am Ende des Wartens pure Dankbarkeit.

5/2018

(1.) durchs Leben laufen

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L a u f e n

Schritt für Schritt beginnst du, einen Fuß vor den anderen zu setzen.

Du wählst selbst die Geschwindigkeit und

läßt dich nicht mal von dir selbst hetzen.

Während deine Füße vorwärts ziehen,

können deine Gedanken in die Ferne fliehen.

Sie sind kurz in der Gegenwart, wenden sich dann meist ein Stück,

verweilen in der Vergangenheit und bringen dich zurück

zu schönen Augenblicken, die dein Leben kostbar machen,

die dich beflügeln oder neue Sehnsucht in dir entfachen.

Sie reisen dann weiter nach vorn und du tüftelst enorm,

was deine Ziele sind im Leben

und wonach es sich immer wieder lohnt zu streben.

Die Gedanken sind im Fluss und es ist für dich ein Genuss,

dass sich deine Füße vorwärts bewegen und

damit deine Gedankenwelt beleben.

Doch bleibst du mal stehen, ob abrupt oder geplant,

dann bist du wieder in der Gegenwart, denn du hast es geahnt,

dass die Wirklichkeit es schafft, dich einzuholen,

da helfen keine Ablenkungsmanöver und Kapriolen.

Du könntest einen Moment verweilen,

bewußt deine Umgebung betrachten

und versuchen, die Kleinigkeiten nicht zu verachten, denn sie sind es,

die deinen Tag mit Erinnerungen füllen und wertvoll machen.

Sie können Frohsinn, Dankbarkeit und neue Kraft bei dir entfachen.

Drum nimm sie wahr – diese Einzelheiten.

Auch wenn du umgeben bist von Widrigkeiten,

die deinen Blick trüben und die Unzufriedenheit wachsen lassen,

dich begleiten und zu dem Schluß bringen,

du könntest etwas wichtiges verpassen.

Es ist nötig, gerade diesen Mangel zu spüren,

denn nur er kann dich dahin führen,

wieder die Wärme der Sonne, zufriedenes Sattsein und

bekannte Gesichter zu genießen

und dich nicht vor diesen Gegensätzen zu verschließen,

denn dieses Spannungsfeld wird dafür sorgen,

dass das Leben dich immer wieder fasziniert – heute und auch morgen.

Dafür sorgen auch die vielen Kleinigkeiten,

um, nach dem kleinen Exkurs der Kontraste, wieder zu ihnen überzuleiten.

Denn die Sanftheit der kleinen Momente berührt dein Herz

und mal angenommen, es entsteht bei dir dadurch ein Schmerz,

dann ist es wichtig, sich dem zu stellen und diesen zu fühlen

und dich nicht durch schnelles Weitergehen abzukühlen.

Vielleicht tun dir die Natur,

ein vorbeihuschendes Lächeln oder Töne einfach gut

und geben dir Mut für die nächsten Schritte, darum meine Bitte:

geh mit offenen Sinnen weiter auf deiner Reise

und achte auf alles kleine, zarte und leise, um nicht achtlos vorbeizugehen

und Gottes liebevolle Handschrift nicht zu übersehen.

Denn diesen Eindrücken hast du es zu verdanken,

dass du empfindest, du konntest auftanken,

bevor du den nächsten Schritt gehst, in dich hineinlächelst,

nicht hetzt, sondern plötzlich verstehst und voll Freude feststellst:

du bist wieder im Jetzt,

dieser Augenblick ist gut, so wie er ist.

Ob du läufst oder stehst, ob du sitzt oder gehst,

ob du ein Träumer bist oder Realist,

es gibt gerade nichts, was du vermißt.

Und Schritt für Schritt geht es weiter auf dem Weg des Lernens.

6/2018

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