dunkelwarmer Ton

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Ich bin groß geworden –

die Sorte reife Erwachsene,

komme meist allein gut klar,

das ist wirklich wahr.

Aber manchmal sind sie da,

diese Momente der leeren Hände,

in denen sich das Herz

krampfartig schmerzend zusammenzieht,

weil du fliehst

und ich deine Gegenwart vermisse:

nur ein tiefer Blick, der entzückt

oder

ein dunkelwarmer Ton deiner unvergleichlichen Stimme –

Flimmern im Inneren

oder

den zarten Hauch einer Berührung,

inniges Spüren deines Wesens,

 

eins würde mir schon reichen,

um den Kern zu erweichen,

auf das ich mich wieder besinne,

dass ich groß und autark bin.

 

Doch gibt es dich nicht,

dann erinnere ich mich.

Gott spricht in mein Leben:

Komm zu mir,

wir können so viel erleben,

ich steh immer vor deiner Tür,

um dich mit liebevoller Nähe zu umgeben.

Meinen Händen entgleitet nichts hier.

Vertraue mir, ich fülle die Hände dir.

02/2020

Tiefsinnigkeit

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Gerade wegen deiner

schmerzverwilderten Tiefsinnigkeit

bist du eindrucksvoll

im Schimmerschein

von angstumschlungenem Lebensleid,

voll vom Bernsteinwind

emotionaler Ergriffenheit.

Deine Narben verleihen dir

eine hauchmelancholische Lebendigkeit.

Und da ist fittichschwebende,

farbflockige und tönende Weite in dir.

Nimm dir Zeit,

spazierflüchtig deinen Wert zu entdecken

und fühle die

tag- und nachtumflossene Verbundenheit.

Gott möchte dein Herz und deine Ehrlichkeit.

Sich dann um alles andere zu kümmern, ist er bereit.

Psalm 51

(8) grenzenweiter Einlass

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Sie können uns zu uns hinführen, die Grenztüren unseres Innenraumes.

Alles beginnt mit der Muttertür

(im besten Fall,

sonst eben nach dem Aufprall):

Immer geöffnet spüren wir

das Wohlwollen hier

und lernen,

uns vorwärts zu bewegen.

Im mutigen Entdecken

können wir uns jederzeit

zurückbegeben.

Im Erwachsenwerden

und im Erleben Anderer

sehen wir uns zwischen Eingängen wandern.

Dann lernen wir,

unser Portal zu schliessen,

damit wir grenzbewusst das Öffnen

wieder geniessen.

Denn es braucht diesen Schutzraum in dir,

um dein Gespür zu entdecken

und dich selbst nicht zu verlieren.

Dann akzeptieren wir auch beim Nächsten

die geschlossene Tür,

die nicht zum Kontaktabbruch führt,

sondern nur Raum gibt,

damit das grenzenweite Gleichgewicht nicht kippt.

So stossen wir im Grenzflur

auch auf halbgeöffnete Türen,

um zu erspüren, ob grenzfarbiges Vertrauen wächst.

Es kleckst bei jedem neuen Versuch der Interaktion

in unser Leben,

damit wir Raum für

die grenzveränderten Erfahrungen geben

und Wert auf das eigene Verhalten legen,

um grenzbepfadet unsere Umgebung zu prägen.

Deshalb ist heute mein Eingang mal zu,

ich brauche des Grenzsaumes Ruh,

morgen bin ich wieder da,

gern offen für deinen Kommentar.

So gesehen

ist es gar nicht hilfreich,

wenn dir alle Türen offenstehen.

Nur im grenzschützenden Schliessen

kannst du die Weite deines eigenen Raumes geniessen.

Weil Sie uns zu uns hinführen, die Grenztüren unseres Innenraumes.

02/2020

(7.) Fallen

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Im Fallen frage ich mich,

ob es noch weiter hinunter gehen kann?

Wann kommt denn nun der Aufschlag?

Hier ist so viel Verrat,

gepaart mit unsagbar einengender Kontrolle,

Starre und Engstirnigkeit,

es fehlt der freie Raum zur Entfaltung.

Alles erkaltet,

mein Inneres ist voll von aufgestauter Wut und Trauer

und ich falle weiter,

entgleite durch missbrauchtes Vertrauen,

böse Worte ohne anzuschauen

was sie im Gegenüber anrichten,

vernichtend,

 was mir wichtig war,

wurde mir zum wiederholten Male genommen,

zerronnen sind all die schönen Momente,

und mein krampfhafter Versuch,

sie in guter Erinnerung festzuhalten

 ist nur noch ein einziger Klageruf.

Einen kurzen Moment lang

sorgten die Drogen der Leichtigkeit für Behagen,

dann bin ich je auf dem Boden der Tatsachen aufgeschlagen.

Wollte ich schon wieder zu viel?

Habe ich ambivalente Worte fehlinterpretiert?

Eine scheinbar sichtbare Schieflage

nicht wahrhaben wollen?

Ich habe verstohlen nach Luft gerungen,

vergeblich Deckung gesucht

dann doch wieder mich selbst bezwungen,

nur: den Schmerz ignorieren,

wird die Wut nicht dezimieren

und mein Fallen nicht aufhalten.

Wie soll ich an diesen Erfahrungen nicht erkalten

und je wieder vertrauen?

Ich will aufstehen,

doch etwas aufzubauen erfordert Halt,

mir ist kalt,

keine Wärme seit Jahren

und ich suche dennoch danach,

es ist unfassbar verfahren und nicht greifbar.

Ich starre an die Wand

will nicht mehr funktionieren oder reagieren,

will aussteigen

aus dem Alltagsreigen,

mich verweigern und einfach nicht mehr zeigen,

was ich könnte,

weil es die anderen erwarten.

Wenn sich der Schmerz dann taub anfühlt,

und die Finsternis mich innerlich aufwühlt,

möchte ich im Fallen erstarren

und in 1000 Stücke zerbersten,

um erst wieder zu erwachen

wenn Puzzleteil für Puzzleteil neu zusammengesetzt ist.

 

Denn es gibt den Einen,

der die Dunkelheit, die mich verschlucken will,

plötzlich erhellt,

die völlig demolierten Bruchstücke aussortiert

und mich auf weiten Raum stellt,

denn er setzt mich neu zusammen, wie es ihm gefällt.

Und im Licht dessen,

der das große Ganze sieht,

und mir vergibt,

stehe ich wieder auf.

Denn ich kann seine Zuwendung erleben,

wenn oft auch auf Umwegen mit Hindernissen  –

so düster diese auch sein mögen.

 

Erst dadurch lerne ich,

mein Vertrauen im Fallen an ihn zu verschwenden

und von ihm zu erwarten,

die Ärgernisse zu seiner Zeit zu beenden.

Und irgendwann wird endlich mein Fallen verhallen

und seine Ewigkeit wird mir in den Schoss fallen.

01/2019

Dieses Fallen war sehr schmerzhaft, aber genau dort konnte ich erkennen, dass nichts auf dieser Welt so trägt wie er. Und seit er mich aus dem Staub geholt hat,  hänge ich an ihm und er hat mein Leben so gut gemacht. Er ist es, der Träume erfüllt und uns erhebt – zu seiner Zeit – weil er das grosse Ganze im Blick hat – er hat uns geschaffen, um ihm zu dienen. Und das eigene Wesen auszuleben, bedeutet eine enorme Freiheit. Aber vielleicht versteht das nur, wer wirklich mal am Ende war. Solange wir selbst genug Kraft haben, verlassen wir uns auf uns selbst und legen nicht so einen Wert auf die Beziehung zu unserem Schöpfer. Ich mache dir Mut, dich in seine Arme fallen zu lassen.

DU

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DU

hör zu,

zage nicht.

allein

der stille Gedanke

an dich

inspiriert mich.

Komm ins Licht

zweifle nicht.

DU

bist wichtig

für mich.

Sprichst,

auch wenn du schweigst.

Trau dich!

Es geht nicht um mich,

einzig

um dich.

02/2020

(6.) Verletzlichkeit als Stärke

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Lange dachte ich nach,

was ich mir davon versprach,

den Menschen zu zeigen,

dass ich schwach bin?

Das ist auch einfach nicht gefragt

In der heutigen Zeit geht es flach zu,

präsentiere keine Leid und keine Feinheit

oder gar Verwundbarkeit.

Sei stark und schnell,

möglichst immer originell und helle,

auf dem aktuellen Stand der Dinge –

vor allem virtuell,

konsumiere das Materielle

und sei auch ein bisschen spirituell.

Mit der Fasade bist du dann

tendenziell ganz ok,

und akzeptiert.

Aber auch angeschmiert.

Denn du perforierst innerlich.

Also habe ich mich entschieden,

meine Sensibilität zu kultivieren

und meine Empfindsamkeit auszuformulieren.

Dafür wurde ich schon von einigen kritisiert,

aber ich kann nicht anders,

und werde lernen,

couragiert meinen Weg zu gehen-

in all meiner Fragilität.

 

Manchmal bewegt es den Einen oder Anderen

und die Feinsinnigkeit berührt ein Herz

dann geht es südwärts

der Sonne der wachsenden Empathie entgegen,

denn ich konnte einen wärmenden Impuls weitergeben.

Immer willkommen,

wenn Verlautbarungen ankommen,

die zum Nachdenken anregen,

damit neues Friedvolles entsteht.

Durch Abfärben wird

wunderbares vermehrt.

Das ist es allemal wert.

Augenseufzerfeld

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Wie gern würde ich Menschen retten,

doch dann lägen sie wieder in Ketten!

Was für eine Denkunmöglichkeit.

Es würde in die nächste Abhängigkeit ziehen

und dann müsste wieder einer fliehen.

Denn Halt kann man nur in sich selbst finden,

auf dem Weg dahin

kann man sich nur allein schinden.

Dann wächst glückbegabt neue Stärke in dir,

die du brauchst – ich habs hinter mir.

Gott ist da –

väterlich trägt er dich.

Es lohnt sich

sicherlich.

Sei ein Held

auf diesem weiten Feld

der Veränderung.

Ich bin schon da!

Und pflanze Samen in den Boden – weich und warm,

kannst du das Wachstum

des neuen Lebens in Lichtflut ahnen?

Blütenumduftet wird es sein,

Augenseufzer,

Sternschneuzer,

weiter…

01/2020

(5.) Alleinsein

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 Alleinsein

 Ich wünsche dir, dass du dich dem Alleinsein stellst,

nicht davor wegrennst oder dem Wunsch verfällst,

es wegzuschieben,

indem du arbeitest oder immer wieder ausgehst nach Belieben.

Vermeide es nicht, auch wenn du darunter leidest,

sondern sorge dafür,

dass es in deinem Leben einen Stellenwert erhält.

Denn du wirst nur frei,

wenn in dir nichts schwelt

und du dich dem stellst,

was in dir ist,

ob Kummer, aufbrechende Defizite,

verpasste Gelegenheiten oder neue Schwierigkeiten.

Du hast einen Wert, den gilt es zu entdecken,

alles Verstecken vor der Realität hilft nicht.

Da ist so viel in dir,

was noch keinen Raum bekam, um sich auszuprobieren

und zu reifen,

dabei faszinierst du vielleicht schon Menschen und

kannst es selbst nicht begreifen.

Deshalb gehe kleine Schritte vorwärts,

ob mit Mut oder unter Tränen,

hauptsache, du bist auf dem Weg.

Lasse dich nicht lähmen von der Vergangenheit.

Sie hat gezeigt,

wie vieles in dir schweigt

und angepaßt war,

um des Friedens willen oder gar

um den Anderen nicht zu verletzen.

Doch stattdessen gingst du verloren

und das Wiederfinden braucht Zeit,

darum ist es gescheit,

dich nun einfach an dir allein zu erfreuen.

Das wirst du nicht bereuen und mit neuer Gelassenheit

Kannst du für Menschen eine Bereicherung sein,

weil du gelernt hast, mit dir selbst klarzukommen.

Denn im besten Fall bedeutet Alleinsein

nicht das Versinken in Einsamkeit,

sondern bereit zu sein, dich mit dem Einen auseinanderzusetzen,

der dich schuf.

Du bist wie ein gutes Buch,

voll spannender lebendiger Seiten, die noch keiner las,

aber mit Vorfreude erwartet werden.

Doch für den Verfasser bist du durchsichtig wie Glas.

Er liebt dich über die Maßen und ihm macht es Spaß,

wenn du dich auf die Suche machst und

neue Seiten in dir entdeckst.

Er weckt in dir Sehnsucht nach mehr-

Mehr von deinem Schöpfer erfahren

und in dein Leben integrieren –

du brauchst keine Prüfungen absolvieren,

um vor ihm zu bestehen und gesehen zu werden,

sondern darfst dich zu ihm hin entfalten,

viele Schätze in dir entdecken

und mit ihm das Leben gestalten.

Und keiner kann dich mehr aufhalten,

es gibt keine Gewalten, die stärker wären als er.

Lebe,

öffne dich,

ihm zur Freude und zu seiner Ehre,

durchquere den Dschungel der Suche nach dir

denn allein bei ihm ist die offene Tür

die zum Verständnis deines innersten Wesens führt.

09/2018

(4.) Bedürftigkeit

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Bedürftigkeit

 Wir wollen stark sein und schnell.

Uns soll alles gelingen, es ist wie ein Duell,

in dem wir natürlich gewinnen wollen

und uns bitte nicht aufregen sollen,

wenn sich in uns Müdigkeit oder Schwäche regt

und nicht nur Leichtigkeit durch unser Leben fegt.

Wir versuchen um jeden Preis zu vermeiden,

dass wir an unsere Grenzen kommen und entscheiden,

weiterzukämpfen und zu hetzen,

anstatt uns einen Moment Ruhe zu gönnen,

uns zu setzen und durchzuatmen.

Da entdecken wir ein Gefühl, ich möchte es Bedürftigkeit nennen.

Es fühlt sich nicht gut an und ist vor allem daran zu erkennen,

dass wir unsere vergrabenen Sehnsüchte entdecken

und unsere Schwäche und Unzulänglichkeit, die wir gern verstecken.

Wir sehen es als einen Mangel, bedürftig zu sein

und haben oft Mitleid mit Anderen, bei denen es so scheint,

als ob sie dringend etwas brauchen, wo wir doch darüberstehen.

Dass es uns ähnlich geht, wollen wir uns nicht eingestehen.

Wenn wir innerlich in den Spiegel schauen und sehen,

wo unsere Grenzen liegen,

versuchen wir ganz schnell, uns zu verbiegen,

doch auch dann wird es neue Herausforderungen geben,

die wir nicht sofort wie einen Schatz heben.

Wir könnten lernen, diese Spannung auszuhalten,

ohne dass wir verbittern und unsere Herzen daran erkalten.

Denn nur inmitten unserer eigenen Bedürftigkeit

entdecken wir ein Kleinod,

dies zu finden tut uns Menschen not.

Denn wir nehmen uns anders wahr, sind eben mal nicht unschlagbar.

Allein dieser Zustand reicht aus, um zu begreifen,

Gott möchte unseren Charakter schleifen.

Wie lange schon haben wir uns in Kämpfen aufgerieben,

weil unsere Kraft und Möglichkeiten Begrenzungen unterliegen?

Wir begreifen mit unserem Herz, was es bedeutet, geliebt zu sein

ohne etwas zu tun und ohne den ganzen äußeren Schein.

Wir erfahren auf einmal Gehaltensein und Getragen werden,

Wertschätzung und Annahme in einem Haufen von Scherben.

Auf einmal haben wir nicht mehr das Gefühl, Bettler zu sein,

sondern entdecken Gottes Größe und erfreuen uns

an diesem kleinen Keim,

der wächst und stark wird und sich auf den besinnt,

der uns schuf und sagte:

Geliebtes Kind,

all dein Kämpfen und gewinnen wollen ist unnötig

und wird zerstreut vom Wind.

Was du brauchst, ist Zeit und einen Platz nahe am Vaterherz,

denn dort verschwindet all der Schmerz,

der sich anhäufte und dich zu immer neuen Kämpfen animierte,

was dazu führte, dass sich dein Verlust summierte.

Was dann passierte glich dem Zustand eines Hamsters im Laufrad:

Nicht ruhn, mehr tun – schneller sein, besserer Schein –

den Anschein wahren – Leben im Muster der Vorfahren –

unendlich müde werden – nur noch 1 Wunsch – sich verbergen.

Wir begreifen auf einmal: wir brauchen mehr als das.

Dieses Hamsterrad braucht einen Ausweg – irgendwas.

Kommst du dann zu Gott Vater, der dich kennt und wieder herstellt,

weil er dich mit offenen Armen empfängt

und dein müdes Herz mit seiner Freude erhellt,

dann beginnst du zu verstehen, wie er ist und was ihm vertrauen heißt

und dass diese Verbindung wirklich niemand zerreißt.

Denn mitten im Fallen werden wir aufgefangen von Jesus,

der in den Tod fiel.

Wir werden durchgetragen von Gottes Geist

mit viel Verständnis und Gefühl.

Gestärkt laufen wir weiter auf dem Weg,

doch jetzt an Gottes Hand in Richtung Ziel.

.Das ist viel mehr als wir begreifen

und wir sollten uns nicht darauf versteifen,

Gott in unserem Leben in allen Punkten zu verstehen,

doch wir können immer neue Seiten an ihm erspähen.

Und Gott wird im Vorwärtsgehen unsere Kraft sein im Leben,

nicht mit unserem gewinnsuchenden Streben,

sondern mit Blick auf den Anderen, der zählt,

weil in uns nichts schwelt und uns selbst nichts mehr fehlt.

In all unserer Bedürftigkeit haben wir jedoch nicht

unser Ziel verfehlt,

denn sie führte zu der Erkenntnis:

wir werden geliebt und wurden von ihm auserwählt.

Es war also kein Mangel, dies zu erkennen,

denn es führte uns dahin, nicht mehr alles alleine zu stemmen.

Getragen von seiner Güte möchte ich nun durchs Leben gehen,

seine Sichtweise immer mehr verstehen,

seine Wunder in meinem Alltag zulassen und nicht übersehen.

Denn er hat unzählige gute Ideen

und wie kleine Samen wird er sie in unser Leben sähen.

05/2018

(3.) berührende Geschichten

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So viele unglaublich

berührende Geschichten,

versteckt,

in den Ecken

von Menschenherzen,

die sich nicht trauen,

preiszugeben und anzuschauen,

was das Leben für Wunden schlug

und mit wieviel Ausdauer man es ertrug.

Doch

wie schmerzhaft und schwer

deine Geschichte auch wär:

Erzähl sie,

flieh nicht vor ihr.

Denn im Hier und Jetzt

kann Gott jede Geschichte wenden,

dir seine Barmherzigkeit

und Weisheit senden,

wohlwollend deinen Weg in seine Hände nehmen

und nach dem Auffangen der Tränen

Heilung strömen

und Gutes aus alldem erwachsen lassen.

Auf lange Sicht

ist es sein Licht,

in dem sich unser Dasein im bunten Farbspiel bricht.

Dies gibt unserer Geschichte mehr Gewicht,

um jede Seite in uns zum klingen zu bringen.